Aktion zum Barbaratag

Jutta Richter fasziniert mit Geschichte von „Frau Wolle“


aus: Westfälische Nachrichten, 19.12.2019

Gebannt lauschen die Kinder der Barbaraschule der Autorin Jutta Richter. Deren Geschichte „Frau Wolle und der Duft von Schokolade“ ist aber auch zu spannend. . .
Mucksmäuschenstill war es am Mittwoch in der Barbaraschule, als Autorin Jutta Richter die Geschichte von „Frau Wolle“ vortrug.
 
Zum Barbaratag am 4. Dezember bekommen die Kinder der Barbaraschule immer etwas Besonderes. Diesmal etwas verspätet: „Aus Termingründen mussten wir das etwas nach hinten verschieben“, erklärte Schulleiterin Sabine Hartmeier. Doch das Warten hat sich gelohnt.

Am Mittwoch hörten die Mädchen und Jungen eine Lesung der erfolgreichen und preisgekrönten Kinderbuchautorin Jutta Richter .
Die war nicht zum ersten Mal an der Barbaraschule. „Seit ungefähr 20 Jahren kommen ich immer mal wieder zu Workshops und Lesungen“, sagte die Autorin, die die Ahlener Grundschule sehr schätzt: „Hier wird mehr als Wissen vermittelt, man spürt hier den guten Geist“, lobte sie.

Jutta Richter las aus dem Buch „Frau Wolle und der Duft von Schokolade“. Darin geht es um eine Art Mary Poppins. Denn Mama hat Spätschicht hat und Papa ist auch ganz weit weg. Merle und Moritz bekommen deswegen eine neue Aufpasserin. Sie ist die Nachtfrau und heißt Gesine Wolkenstein. Mit ihren schmalen Lippen und den unheimlichen Augen macht sie den Kindern beinahe Angst. Und ausgerechnet sie soll Merle und Moritz ins Bett bringen.
Doch in den Nächten erscheint plötzlich Frau Wolle. Sie regiert das Reich hinter der schwarzen Tür, von dem Papa früher erzählt hat. Dort wohnen die Spitzzahntrolle, die nur in Reimen reden, und der wachsame Waisenfuchs Silberträne. Da gibt es das Lager der verlorenen Sachen und den Saal der Bonabären, da findet man die Gedankenbremse, und wenn es im Weltempfänger rauscht, können Merle und Moritz Papas Stimme hören. Und das tröstet ungemein.

Völlig fasziniert lauschten die vielen Schüler. Es war mucksmäuschenstill, nur die Stimme der Erzählerin war zu hören. Die Kinder hingen an Jutta Richters Lippen.

„Wir sind dem Förderverein dankbar, dass er bei der Sparkasse die für die Lesung nötigen Mittel beantragt hat und natürlich der Sparkasse für die Bewilligung“, bedankte sich Sabine Hartmeier abschließend.

aus: Westfälische Nachrichten, 19.12.2019, Foto: Peter Schniederjürgen
 
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